
Fachwissen: EDI / EDIFACT
Über EDI (Electronic Data Interchange)
EDI (electronic data interchange) bezeichnet den Austausch strukturierter Daten zwischen Geschäftspartnern. Um EDI zwischen Partnern mit unterschiedlichen IT-Systemen zu ermöglichen, gab es immer wieder Normierungs-Bestrebungen. Gängige EDI-Normen sind z.B. EDIFACT, ODETTE, VDA oder auch XML-EDI.
Über EDIFACT (EDI For Administration, Commerce And Transport)
Als Standard der Vereinten Nationen ist EDIFACT im Zeitalter der Globalisierung die Grundlage für branchen- und länderübergreifenden Informationsaustausch. Damit werden Geschäftsprozesse zwischen Unternehmen optimiert und können wesentlich wirtschaftlicher durchgeführt werden.
Mit EDIFACT können die unterschiedlichsten Geschäftsprozesse abgebildet werden (Bestellung, Rechnung, Zollerklärung, Rentenbescheid .... - bis heute wurden über 200 solcher so genannter "EDIFACT-Nachrichten" definiert.
Welche sind die Voraussetzungen einer EDI-Lösung (hier am Beispiel von EDIFACT im Handel)?
EDIFACT ist keine starre Norm, sondern lässt den Geschäftspartnern viel Spielraum, welche "Felder" (sogenannte Datenelemente) übermittelt werden. Deshalb erzeugt ein Warenwirtschaftssystems (ERP-System) in der Regel keine EDIFACT-Datei, sondern zunächst ein sogenanntes Inhouse-Format, welches dann mit Hilfe eines Konverters partnerspezifisch umgesetzt wird. Durch diese Auslagerung aus dem Hauptsystem vermeidet man dort ständige Anpassungen der EDI-Schnittstelle.
Zunächst benötigt Ihr ERP-System also entsprechende Schnittstellen. Diese Funktionalität wird in der Regel vom Hersteller in Form eines "EDI-Moduls" angeboten.
ZUSÄTZLICH wird ein EDI-System benötigt. Dessen Herz ist der Konverter, welcher aus dem Inhouse-Format eine kundenspezifische EDIFACT-Datei erzeugt. Außerdem enthält das EDI-System die Kommunikationssoftware zum Versenden der EDIFACT-Datei (Beim Empfang gilt das Gesagte entsprechend in umgekehrter Richtung).








